Lexikon

Definition wichtiger Begriffe und Augenerkrankungen.
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Akkomodation
Die Akkomodation beschreibt die Änderung der Brechkraft des Auges.
Da die Linse an winzigen Fasern mit dem Strahlenkörper verbunden ist, bewirkt eine Anspannung des im Ziliarkörper gelegenen Muskels eine Erschlaffung dieser Fasern, was zu einer Formveränderung der Linse und damit der Änderung der Linsenbrechkraft führt.
Alterssichtigkeit

Die Alterssichtigkeit beschreibt den Verlust der Fähigkeit eines normalsichtigen Auges sowohl in der Nähe wie in der Ferne scharf zu sehen. Dies ist im Wesentlichten auf eine Abnahme der Verformbarkeit der Linse, deren Eiweiß verhärtet, zurückzuführen. Neben der nachlassenden Flexibilität der Linse spielen aber auch Änderungen der Brechkraft und Alterung des Ziliarmuskels eine Rolle. 

Die Alterssichtigkeit setzt etwa mit dem 40. - 45. Lebensjahr ein. Zuerst macht sie sich durch zunehmenden Leseabstand bemerkbar. Der Flexibilitätsverlust der Linse ist fortschreitend und erreicht seinen Höhepunkt etwa mit dem 60. Lebensjahr.

Alterssichtige Menschen benötigen für Tätigkeiten in der Nähe eine Lesebrille. Der geringfügig Kurzsichtige hat grundsätzlich den Vorteil, dass der Fernpunkt seines Auges ohnehin in der Nähe liegt, so dass für Ihn die Alterssichtigkeit für lange Zeit keine Auswirkung hat, da zum Lesen lediglich die Fernbrille abgenommen werden muß. Wird die geringe Kurzsichtigkeit jedoch durch eine Laser-Operation ausgeglichen, liegt der Fernpunkt nicht mehr in der Nähe sondern wie beim Normalsichtigen in der Ferne. Bei Eintritt der Alterssichtigkeit besteht damit wie beim Normalsichtigen die Notwendigkeit der Lesebrille.
Augapfel
Der Augapfel hat meist eine annähernd runde Form. Er hat normalerweise bei Geburt etwa einen Durchmesser von 16 mm und wächst bis zur Pubertät auf 21 bis 24 mm. Die äußere Hülle besteht aus der durchsichtigen Hornhaut (Cornea)  und der weißen Lederhaut (Sklera), die im Bereich des Sehnervens ausdünnt.
Der Lederhaut liegt innen hinten die Aderhaut (Choroidea) und vorn der Strahlenkörper (Ziliarkörper)  an. An die Aderhaut grenzt das Pigmentepithel, dem nach innen die Netzhaut als innerste Schicht anliegt.
Aderhaut und Strahlenkörper sind Teile der Uvea, zu der auch noch die Regenbogenhaut (Iris) gehört.  
Die Iris bildet die Pupille. Dahinter liegt die Linse, die ihrerseits mit feinen Fasern mit dem Strahlenkörper verbunden ist.
Zwischen der Hornhaut und der Linse befindet sich ein mit klarer Flüssigkeit gefüllter Raum, der als Vorderkammer bezeichnet wird. Zwischen der Linse und der Netzhaut liegt der Glaskörper im Inneren des Auges.

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Epi-LASIK
Bei der Epi-LASIK (Epitheliale LASIK) wird die oberste Zellschicht der Hornhaut mit einer stumpfen Klinge von der Unterlage abgelöst und zurückgeschoben. Dann korrigiert der Excimer Laser den Sehfehler direkt an der Oberfläche der Hornhaut.

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Grauer Star
Beim Grauen Star, der auch "Katarakt" genannt wird, ist die ursprünglich klare Augenlinse getrübt. Zusammen mit der Hornhaut hat die Linse die Aufgabe, Lichtstrahlen im Auge zu bündeln und damit ein Bild auf der Netzhaut zu entwerfen. Über den Sehnerv werden die Seheindrücke zum Gehirn geleitet und dort verarbeitet. Die Linse im Auge hat also die gleiche Funktion wie die Linse eines Fotoapparates: Sie soll im Auge ein scharfes Bild erzeugen. Beim Grauen Star dagegen streut die getrübte Linse die Lichtstrahlen, so dass kein klares Bild mehr entstehen kann. Die Außenwelt wird wie durch einen Schleier gesehen.

Es gibt viele Ursachen für einen Grauen Star. In sehr seltenen Fällen ist der Graue Star schon angeboren. Auch Verletzungen können zu einem Grauen Star führen. Schwere Entzündungen des Augeninneren oder verschiedene Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Zuckerkrankheit, sind weitere Ursachen für einen Grauen Star. Am häufigsten entsteht der Graue Star jedoch während des natürlichen Alterungsprozesses der Augenlinse. Ähnlich wie im Alter die Haare ergrauen oder die Haut Falten bildet, trübt sich im höheren Alter die Augenlinse.

Manche Patienten können diesen so genannten Altersstar schon im 50sten Lebensjahr bekommen, normalerweise entsteht er jedoch erst nach dem 60sten oder 70sten Lebensjahr.

In einem sehr frühen Stadium verändert der Graue Star die optischen Eigenschaften des Auges. Hier hilft dann oftmals noch eine neue Brille. Manche Patienten bemerken in diesem Anfangsstadium auch, dass sie ohne Brille plötzlich besser sehen können als mit der Brille.

Eine wirkungsvolle medikamentöse Behandlung ist nicht bekannt. Bei fortgeschrittenem Grauen Star hilft nur noch eine Operation, die in aller Regel für den Patienten schmerzlos ist. Der Augenchirurg entfernt dabei die trübe Linse und ersetzt sie durch eine klare Kunstlinse. Bei den meisten Patienten kann dieser Eingriff ambulant durchgeführt werden.

Der Zeitpunkt für eine Operation ist wesentlich von persönlichen Faktoren abhängig: Fühlen Sie sich Ihren täglichen Aufgaben gewachsen, ohne dass eine schlechtere Sicht Sie beeinträchtigt, dann ist keine Eile geboten. Etwas anderes gilt natürlich für Menschen, die aktiv am Straßenverkehr teilnehmen: Bei ihnen ist die ungetrübte Sicht ein wesentlicher Sicherheitsfaktor. Dies gilt auch für Personen mit besonderen beruflichen Anforderungen. In diesen Fällen kann der Augenarzt eine frühere Operation empfehlen.
Um die für Sie richtige Linse auszuwählen wird zunächst das Auge genau untersucht. Da es unterschiedliche Kunstlinsen gibt, wird man Sie bei der Auswahl der für Sie richtigen Linse beraten.
Am Operationstag können Medikamente zur Entspannung und Beruhigung verabreicht werden. Gleichzeitig werden Ihnen Augentropfen gegeben, die die Pupille erweitern. Danach werden Sie in den Operationsraum gebracht. Das Auge wird entweder örtlich betäubt oder Sie erhalten eine Narkose. In beiden Fällen ist die Operation völlig schmerzlos.

Unmittelbar vor dem operativen Eingriff wird Ihr Auge mit einer desinfizierenden Lösung gründlich gereinigt und Sie werden mit sterilen Tüchern abgedeckt. Im OP-Raum führt der Chirurg den Eingriff an Ihrem Auge unter einem Operationsmikroskop durch. Nach der Operation werden Sie weiter im Ruheraum betreut. Wenn der Narkosearzt die Entlassungsfähigkeit festgestellt hat, können Sie die Klinik mit einer Begleitperson verlassen.

In den Tagen und Wochen nach der Operation müssen regelmäßig Augentropfen nach Vorschrift des behandelnden Arztes genommen werden. Mit den heutigen Verfahren ist die Komplikationsrate der Operation des Grauen Stars sehr gering. Schon nach wenigen Wochen erhalten Sie eine Übergangsbrille, die nach etwa drei Monaten durch die endgültige Brille ersetzt wird. Nach Abschluss der Behandlung sollte ihr operiertes Auge alle sechs bis zwölf Monate untersucht werden.


Weiterführende Informationen: Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)
Grüner Star

Der Grüne Star, der auch Glaukom genannt wird, gehört, wenn er nicht rechtzeitig behandelt wird, zu den häufigsten Ursachen einer Erblindung. Durch einen zu hohen Augeninnendruck und/oder Durchblutungsstörungen kommt es zu einer Schädigung des Sehnerves. Im weiteren Verlauf der Erkrankung sterben die empfindlichen Sehnervenfasern ab. Das von der Netzhaut aufgenommene Bild kann dann nur noch unvollständig an das Sehzentrum im Gehirn weitergeleitet werden. Dies bewirkt den zunehmenden Gesichtsfeldverlust bis zur Erblindung. Das Glaukom ist deshalb so tückisch, weil der Betroffene lange Zeit nichts von der Veränderung bemerkt. Deshalb ist es so wichtig, dass Ihr Augenarzt regelmäßig die zur Glaukomfrüherkennung notwendigen Untersuchungen vornimmt.

Das Auge braucht zur Erhaltung von Form und Sehfunktion einen bestimmten Innendruck, der durch das Kammerwasser hergestellt wird. Im normalen Auge besteht ein Gleichgewicht zwischen produziertem und abfließendem Kammerwasser.

Ist der Abfluss des Kammerwassers gestört, die Produktion jedoch gleich bleibend, dann steigt der Augeninnendruck an. Häufigste Ursache für eine Kammerwasserabflussstörung ist die altersbedingte Abnahme der Durchlässigkeit des Maschenwerkes (Trabekelwerk), durch das der Abfluss erfolgt. Diese Veränderung kann bereits ab dem 40. Lebensjahr geschehen. Seltenere Ursachen für eine Abflussstörung sind vorangegangene Erkrankungen des Auges, wie Durchblutungsstörungen (fortgeschrittener Diabetes, Thrombose) und Entzündungen im Augeninnern. Hier ist es wichtig, dass der Hausarzt die Grunderkrankung frühzeitig erkennt und behandelt.

Eine besondere Form ist das akute Winkelblockglaukom, das mit starken Schmerzen, erheblicher Verschlechterung des Sehens und einer Rötung des Auges einhergeht. Ursache ist eine plötzliche Blockierung des Kammerwasserabflusses. Die Folge ist ein extremer Druckanstieg. Nur die sofortige augenärztliche Notfallbehandlung kann eine Erblindung verhindern.

Da ein erhöhter Augeninnendruck zunächst keine merklichen Beschwerden verursacht, kommt der Glaukomfrüherkennung eine große Bedeutung zu. Wenn Sie über 40 Jahre alt sind, sollten Sie mindestens einmal jährlich zum Augenarzt gehen. Vor dem 40. Lebensjahr sollten Sie Ihre Augen einmal jährlich untersuchen lassen, wenn Sie Diabetiker oder hochgradig kurzsichtig sind, wenn Sie einen erhöhten Blutdruck haben oder auch, wenn in Ihrer Familie jemand am grünen Star erkrankt ist. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine Vorsorgeuntersuchung nur bei den Patienten, bei denen nachweisbar ein Glaukom-Verdacht besteht.

Tatsächlich sind in Deutschland mehrere Millionen Menschen auch ohne diese vom Gesetzgeber anerkannten Risikofaktoren, vom grünen Star bedroht. Aus diesem Grund bieten wir Ihnen in unserer Klinik eine Vorsorge-Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) an. So können auch Sie diese wichtige Untersuchung in Anspruch nehmen. Sollte der Augenarzt ein Glaukom entdecken, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten für alle weiteren Maßnahmen einschließlich der Behandlung.

Der Augeninnendruck wird mit einem so genannten Tonometer gemessen. Diese Untersuchung ist schnell durchgeführt und für Sie völlig schmerzfrei. Da der Augeninnendruck erheblichen Schwankungen im Laufe des Tages unterliegt, ist es sinnvoll ein Tag-Nacht-Profil zu erstellen. Für die Genauigkeit der Druckmessung ist es wichtig, die Dicke der Hornhaut zu kennen. Diese wird – wieder völlig schmerzfrei – mit dem Pachymeter gemessen.

Die Bestimmung des Gesichtsfeldes (Gesichtsfeldmessung) dient dazu, das Ausmaß eines bereits bestehenden Schadens festzustellen. Es gibt verschiedene Geräte und Programme: Der Patient setzt sich vor einen halbkugelförmigen Schirm, auf dem Lichtpunkte mit unterschiedlicher Helligkeit erscheinen, die der Patient entweder wahrnimmt oder nicht. Der Augenarzt erhält eine Karte des Gesichtsfeldes, auf der die Ausfälle markiert sind.

Der Sehnervenkopf (die Papille) kann mit verschiedenen Methoden untersucht werden. Ein besonders genaues Gerät ist der so genannte Heidelberger Retina-Tomograph (HRT). Mit diesem Gerät können der Sehnerv und die Netzhaut dreidimensional dargestellt werden. Die Ergebnisse der Messungen werden gespeichert und können mit späteren Messungen verglichen werden. Veränderungen am Sehnerv gehen Funktionsausfällen oft um lange Zeit voraus. Sehr geringe Veränderungen können so sehr frühzeitig erkannt werden. Die Behandlung kann rechtzeitig vor der Entstehung weiterer Schäden eingeleitet werden.

Zur Senkung eines erhöhten Augeninnendrucks werden Sie in der Regel mit Druck senkenden Augentropfen behandelt. Voraussetzung für den Behandlungserfolg ist, dass Sie diese konsequent und pünktlich anwenden und die regelmäßigen Kontrolltermine einhalten. Ist eine ausreichende Druckregulierung mit Medikamenten nicht möglich, besteht eine gute Chance, den Druck durch eine Laserbehandlung oder eine Operation zu senken.

Weiterführende Informationen: Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

H nach oben

Hornhaut
Die Hornhaut (Cornea) liegt vorn in der Mitte des Augapfels. Sie hat eine leicht elliptische Form und ist ca. 12 x 11 mm groß. Ihre Brechkraft beträgt ca. 43 Dioptrien. Damit hat sie den größten Anteil an der Gesamtbrechkraft des Auges.
In der Mitte ist die Hornhaut etwa 0.5 mm dick, am Rand etwa 0,7 mm. Sie besteht aus fünf Schichten. An der Oberfläche liegt das Epithel, das gewissermaßen einer aus mehreren Zellreihen bestehenden Haut entspricht. Unter dem Epithel befindet sich die Bowman-Lamelle einer etwas festeren Kollagenschicht, die in das Stroma, das 90% der Hornhautdicke ausmacht, übergeht. Aufgrund der regulären Schichtung der Kollagenfasern des Stromas ist die Hornhaut im Gegensatz zur Lederhaut transparent. An der Innenseite der Hornhaut befindet sich die Decement-Membran, eine einreihige Zellschicht, die mittels Pumpmechanismen die Transparenz der Hornhaut aufrechterhält. 

I nach oben

Iris
Die Regenbogenhaut, auch Iris genannt, ist der vordere Anteil der blutgefäßreichen Uvea. Sie liegt hinter der Hornhaut und trennt den vorderen Augenabschnitt in Vorderkammer und Hinterkammer. In ihrer Mitte liegt die Pupille. Der Durchmesser der Pupille ist variabel und wird von zwei Muskeln, dem Sphinkter und Dilatator, gesteuert. Neben den Lichtverhältnissen haben u. a. das vegetative Nervensystem, Medikamente und das Alter Einfluss auf die Pupillenweite.
Die Irisfarbe wird von der Pigmentation des vorn liegenden Gewebes bestimmt. Enthält die Iris wenig Pigment erscheint die Iris blau, enthält sie viel Pigment, wird viel Licht absorbiert und die Iris erscheint braun. Der hintere Gewebsanteil der Iris ist pigmentiert, er reicht etwas über den vorderen Anteil hinaus und ist als dunkler Saum an der Pupille sichtbar.

K nach oben

Kammerwasser
Das Kammerwasser ist eine klare Flüssigkeit, die vom Ziliarkörperepithel produziert wird. Über das Kammerwasser werden die Linse und die Hornhaut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Außerdem gewährleistet das Kammerwasser einen ausreichenden Augeninnendruck.
Kammerwinkel
Der Kammerwinkel befindet sich zwischen der Hornhaut und der Iris am Übergang der Hornhaut zur Lederhaut. Hier wird das Kammerwasser über das Trabekelmaschenwerk und den Schlemmschen Kanal abgeleitet und fließt über die Sammelvenen aus dem  Auge.
Veränderungen in diesem Teil des Auges können Ursache eines Glaukoms sein.
Kurzsichtigkeit
Das kurzsichtige Auge ist länger als das normalsichtige Auge. Deshalb brechen die Hornhaut und die Linse das einfallende Licht schon vor dem angestrebten Brennpunkt auf der Netzhaut. Der Fernpunkt des Auges liegt, abhängig von der Stärke der Kurzsichtigkeit, in der Nähe. Kurzsichtige können deshalb in der Ferne liegende Objekte schlecht sehen. Im Alter haben geringfügig Kurzsichtige (bis -3,0 Dioptrien) jedoch den Vorteil, dass sie in der Nähe auch ohne Sehhilfe relativ gut sehen können und keine Nahbrille benötigen.

Die Kurzsichtigkeit (Myopie) kann durch eine Brille, Kontaktlinsen oder durch eine Operation, u.a. mit einem Laser (z. B. LASIK) korrigiert werden. Mit Brille, Kontaktlinsen oder der Laserbehandlung wird die Brechkraft der Hornhaut um einen gewissen Betrag, z.B. -2 Dioptrien verringert. Hierdurch erfolgt eine Verschiebung der Bildebene nach hinten auf die Netzhaut. Hochgradig kurzsichtige Augen (mehr als -6,0 Dioptrien) weisen häufig auch degenerative Veränderungen insbesondere der Netzhaut auf. Bei extremen Formen (über -12,0 bis über -30,0 Dioptrien) können zudem krankhafte Veränderungen der Makula (Stelle des scharfen Sehens) auftreten.

Die weitaus häufigste Form der Kurzsichtigkeit ist jedoch die einfache mit Werten unter -6,0 Dioptrien, die in der Regel mit dem 20. Lebensjahr ausgereift ist.

L nach oben

LASEK
Die LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis) ist eine Kombination des LASIK- und PRK-Verfahrens. Dabei wird das Hornhautepithel mit Alkohol abgelöst und aufgerollt. Nach dem Lasern wird diese Zellschicht wieder zurückgerollt und mit einer therapeutischen Kontaktlinse abgedeckt. Im Vergleich zur PRK ist die Heilungsphase kürzer und mit weniger Schmerzen verbunden.
Laser
Der Begriff "Laser" steht für “Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation”, was soviel wie “Lichtverstärkung durch künstlich angeregte Aussendung von Strahlung” bedeutet. Ein Laser strahlt Licht aus. Im Gegensatz zu einer Glühlampe erzeugt der Laser ein nahezu paralleles Lichtbündel – das heißt, alle Strahlen werden in dieselbe Richtung ausgesendet. Dieses Lichtbündel besteht aus einer einzigen Farbe (es ist "monochromatisch"). Die Wellenlänge des Lichtbündels variiert von infrarot bis ultraviolett, und die einzelnen Wellen des Laserlichtes schwingen zusammenhängend – sie sind kohärent. Dies ermöglicht, Laserlicht auf sehr kleine Strahldurchmesser zu bündeln und damit eine hohe Intensität zu erreichen.

Schon  lange werden unterschiedliche Laser zur Behandlung von Augenerkrankungen eingesetzt. So z.B. zur Behandlung von Netzhauterkrankungen und "Grünem Star".

Laserstrahlen mit kurzer Wellenlänge, die nur oberflächlich wirken, führen – wie beim Excimer-Laser – zu einer Verdampfung oberflächlicher Gewebeteile. Mit dieser Methode lässt sich die Form der Hornhaut durch Gewebeabtragung gezielt verändern. Damit kann ihre Brechkraft so verändert werden, dass eine Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr benötigt werden oder zumindest ihre Stärke deutlich reduziert werden kann.
LASIK
Die LASIK (Laser in-situ Keratomileusis) ist ein modernes Verfahren zur dauerhaften Sehkorrektur mittels Laser. Sie ist heute das weltweit häufigste Verfahren zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis -10 D, der Weitsichtigkeit bis +4 D und der Hornhautverkrümmung bis 4 D. In einer kurzen, ambulanten Behandlung wird mit einem Excimer-Laser die mittlere Hornhautschicht modelliert und dadurch die Fehlsichtigkeit beseitigt.

Nach der lokalen Betäubung des Auges mit Tropfen wird ein Hornhautdeckel (Flap) präpariert und zurückgeklappt. Der Hornhautdeckel wird später als natürliches Pflaster die Wunde wieder verschließen. Nun wird das mittlere Hornhautgewebe an den zur Korrektur errechneten Stellen mit dem Laser abgetragen. Das eigentliche Lasern dauert nur Sekunden und ist schmerzfrei. Die Sehfähigkeit ist nach dem kurzen Eingriff sofort wieder vorhanden. Ein normales Sehempfinden stellt sich meist schon am Tag nach der Operation ein, ein gänzlich stabiles Sehvermögen nach 8 bis 12 Wochen. Deshalb sind nach dem Eingriff Nachuntersuchungen erforderlich, die unbedingt eingehalten werden sollten.

In der Augenklinik Rendsburg wird seit 2001 ein Excimer-Laser der neuesten Generation eingesetzt, mit dem die Wellenfront gesteuerte LASIK möglich ist. Durch die Wellenfront-Diagnostik, die den Gesamtbrechkraftfehler der Augen grafisch exakt darstellt, werden alle spezifischen Abweichungen erfasst. Auf Basis dieser Zusatzinformationen wird eine „maßgeschneiderte“, optimale LASIK ermöglicht.
Lederhaut
Die Lederhaut (Sklera) bildet die äußere Hülle des Auges. Wie die Hornhaut besteht sie größtenteils aus Kollagen, aufgrund der irregulären Schichtung ist sie nicht transparent, sondern erscheint weißlich. 
Linse
Die Linse hat eine kristalline Struktur. Sie befindet sich in einer Kapsel hinter der Pupille. Feine Fasern verbinden sie mit dem Strahlenkörper.
Die Brechkraft der Linse hängt von ihrem Brechungsindex und ihrer Form ab. Beides ändert sich im Laufe des Lebens. Insbesondere die Formveränderung, die über den Muskel im Zilarkörper gesteuert wird und bei Kindern über zehn Dioptrien Brechkraftänderung (Akkomodation) ausmachen kann, geht infolge der Linsenalterung verloren und führt zur so genannten Alterssichtigkeit (Presbyopie). Bei einer Linsentrübung spricht man von "Grauem Star". 

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Netzhauterkrankungen

Im hinteren Abschnitt des Augapfels wird die Innenseite der Augenwand durch die durchsichtige Netzhaut, oder auch Retina, ausgekleidet. Die Netzhaut mit ihren Sinneszellen und Nervenfasern erfasst das von Hornhaut und Linse entworfene Abbild dessen, was wir sehen, wandelt es in elektrische Impulse um und transportiert diese über den Sehnerv zum Gehirn. Der Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut wird als Makula bezeichnet.

Alle Erkrankungen der Netzhaut sind schmerzfrei, weil die Netzhaut nicht von Nerven durchzogen ist. Deshalb kann der Schmerz nicht als Alarmzeichen dienen. Veränderungen am Auge, bzw. bei der Sehqualität sollten daher besonders aufmerksam verfolgt und laufend kontrolliert werden.

Das Sehzentrum in der Mitte der Netzhaut, die Makula, ist die wichtigste Stelle im Auge und für das Sehvermögen entscheidend. Die bedrohlichste Erkrankung der Makula ist die altersbedingte Makuladegeneration, abgekürzt AMD.

Obwohl es in der Makula keine Blutgefäße gibt, findet ein reger Stoffwechsel statt. Ist diese Versorgung eingeschränkt, sieht man in der Mitte des Gesichtsfeldes verschwommen, verzerrt oder einen dunklen Fleck. Die Ursachen dafür sind noch nicht eindeutig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass es im Alter zu Ablagerungen in der Gewebsschicht unterhalb der Netzhaut kommt. Weiterhin können Stoffwechselstörungen mögliche Ursache sein.

Eine besondere Form der Erkrankung ist die feuchte Makuladegeneration (feuchte AMD).
Bei der feuchten AMD kommt es dazu, dass unter der Makula kleine Blutgefäße zu wachsen beginnen. Diese Blutgefäße sind undicht, so dass sich unter der Netzhaut Wasser ansammelt und die Netzhaut angehoben wird. Dadurch sieht man zunächst verzerrt. Allmählich gehen die Sinneszellen der Netzhaut über den Gefäßneubildungen zugrunde, die Sehschärfe lässt immer mehr nach. Aus den neu gebildeten Blutgefäßen kann es auch zu Blutungen unter die Netzhaut kommen. Das Sehvermögen verschlechtert sich dann rapide.

Beim Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, kommt es in der Netzhaut zu Veränderungen der kleinen Blutgefäße. Ihre Wände verdicken sich und werden gleichzeitig schwach und undicht, so dass es zu Gefäßausbeulungen mit Wasseraustritt (Ödem), Blutungen und Gefäßverschlüssen kommt. Von diesem ersten Stadium der Erkrankung merkt man als Patient erst dann etwas, wenn es in der Makula zu Wassereinlagerungen, einem Makulaödem, kommt. Dieses bewirkt eine deutliche Sehminderung.

Im zweiten Stadium der Erkrankung verschlechtert sich die Netzhautdurchblutung zunehmend. In der Folge bilden sich in der Netzhaut neue Blutgefäße. Diese wachsen über die Netzhaut hinaus in den Glaskörper vor und können dort zu Blutungen und zur Bildung von Narbengewebe führen. Das Narbengewebe schrumpft und kann durch die entstehende Zugkraft die Netzhaut ablösen. Unbehandelt kann das zur Erblindung führen.

Dem Patienten bleiben die Veränderungen, die sein Sehvermögen zerstören können, lange Zeit verborgen. Damit aber die Netzhautschäden so früh wie möglich behandelt werden können, ist es sehr wichtig, dass jeder Diabetiker gleich zu Beginn seiner Krankheit zum Augenarzt geht und diese Besuche regelmäßig fortsetzt. Die erforderliche Untersuchung, um eine diabetische Retinopathie, ihre Erscheinungsform und ihr Stadium festzustellen, ist für den Patienten in keiner Weise belastend.

Schäden an der Netzhaut können mit der Fluoreszenzangiographie festgestellt werden.
Die Fluoreszenzangiographie ist ein besonderes, bildgebendes digitales Verfahren zur Darstellung der Durchblutungssituation der Netzhaut und von Veränderungen des Augenhintergrundes. Dies ist unter anderem bei Zuckerkrankheit, Durchblutungsstörungen der Netzhaut (z. B. aufgrund einer Thrombose), Entzündungen, altersabhängiger Makuladegeneration und Tumoren wichtig.

Je früher Gefäßveränderungen durch den Augenarzt erkannt und behandelt werden, desto sanfter kann die Behandlung sein. In den noch nicht allzu fortgeschrittenen Stadien der diabetischen Retinopathie ist es heute möglich, durch eine praktisch schmerzfreie Laserbehandlung (Laserkoagulation) das weitere Fortschreiten der Gefäßveränderung zu verhindern. Bei weiter fortgeschrittenen Formen kann dank der Weiterentwicklung in der Netzhaut-Glaskörper-Chirurgie eine Operation (Vitrektomie) diese Augen meist noch vor der völligen Erblindung bewahren.

Weiterführende Informationen: Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG)

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PRK
PRK (Photorefraktive Keratektomie)

Die PRK ist das Vorläufer-Verfahren der LASIK. Behandelt werden Kurzsichtigkeiten bis – 6 Dioptrien, Weitsichtigkeiten bis ca. +3 Dioptrien und Hornhautverkrümmungen bis 3 Dioptrien. Bei diesem Verfahren wird die äußerste Hornhautschicht, das Epithel, entfernt und danach die zentrale Hornhaut mit dem Excimer Laser gezielt bearbeitet. Abgeschlossen wird der Eingriff mit dem Aufsetzen einer dünnen Verbandskontaktlinse. Die PRK findet bei Patienten Anwendung, die aufgrund einer zu dünnen Hornhaut für eine LASIK-Operation nicht geeignet sind. Die volle Funktion des Auges setzt erst ein wenn sich das Epithel nach 2 - 4 Tagen regeneriert hat. Ein Vorteil der PRK besteht in der guten Vorhersagbarkeit, ihr Nachteil im relativ lang anhaltenden Wundschmerz, der mit Augentropfen behandelt wird.

S nach oben

Stabsichtigkeit
Ursache der Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist eine Formabweichung der Hornhaut oder der Linse des Auges. Diese sind kugelförmig, beim stabsichtigen Auge hingegen eher zylindrisch. Dadurch kommt es zu einer Verzerrung von Brennpunkt zu Brennlinie (daher Stabsichtigkeit). Der zylindrische Sehfehler wird über die Bestimmung der steileren Wölbung der Hornhaut (oder Linse) und die Achse, in der diese liegt, beschrieben.

Der reguläre Astigmatismus kann sowohl alleine als auch in Kombination mit einer Kurz- oder Weitsichtigkeit auftreten. In der Regel ist er bereits im frühen Kindesalter voll ausgeprägt. Wird er dann nicht auskorrigiert, kann er zu einer bleibenden Sehschwäche führen. Von einem irregulären Astigmatismus spricht man zum Beispiel bei Hornhautnarben.

Korrigiert wird der reguläre Astigmatismus mit zylindrischen Gläsern. Diese werden so angepasst, dass die Summe der Brechkräfte von Brille und Hornhaut (oder Linse) wieder zur Abbildung eines Brennpunktes auf der Netzhaut führen.
Strahlenkörper
Der Strahlenkörper (Ziliarkörper) ist der mittlere Anteil der Uvea, vorn grenzt er an die Regenbogenhaut, hinten an die Aderhaut. Der Name rührt von den etwa 70 radiär angeordneten Falten, die auch als Ziliarkörperzotten bezeichnet werden.
Der Ziliarkörper erfüllt im Wesentlichen zwei Funktionen:
Die Akkomodation der Linse und die Produktion von Kammerwasser.

U nach oben

Uvea
Als Uvea wird eine stark durchblutete Gewebsschicht des Auges bezeichnet. Sie umfasst die Iris, den Strahlenkörper und die Aderhaut.

W nach oben

Weitsichtigkeit
Das weitsichtige Auge ist häufig kürzer als das normalsichtige Auge. Die Lederhaut ist meist verdickt und die vordere Augenkammer etwas enger. Das einfallende Licht wird so gebrochen, dass der Brennpunkt der Strahlen hinter der Netzhaut liegt. Sehinformationen bilden sich daher unscharf auf der Makula (Stelle des scharfen Sehens) ab. Die Weitsichtigkeit ist bereits im Kindesalter voll ausgebildet. Zu diesem Zeitpunkt korrigiert die Augenlinse den Sehfehler aber eigenständig, in dem sie ihre Form verändert. Mit zunehmendem Alter lässt die Verformungsfähigkeit der Linse nach. Der weitsichtige Mensch benötigt früher eine Lesebrille.

Die Weitsichtigkeit kann ebenfalls durch eine Brille, Kontaktlinsen oder durch eine Laserbehandlung korrigiert werden.

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